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Beleuchtung
im Terrarium
Die
Haltung im Terrarium kann für mediterrane Landschildkröten
nur eine Übergangslösung darstellen, denn
sie ist nicht artgerecht!
Licht
spielt im Leben und in der Haltung von Landschildkröten
mit die wichtigste Rolle, denn zum einen bringen sich
die Tiere so auf die nötige Stoffwechseltemperatur,
damit alle lebenswichtigen Vorgänge im Körper
optimal ablaufen können. Aus diesem Grund verbinden
Landschildkröten auch nur helles Licht mit Wärme.
Zum Anderen führen die UVB-Strahlen zur Bildung
des Vitamin D3, welches notwendig ist um das aufgenommene
Calcium in Knochen- und Panzergewebe einzulagern, damit
ein gesundes und stabiles Skelett aufgebaut werden kann.
Schildkröten werden durch die Lichtintensität,
-qualität und -menge stark beeinflusst (Tag-Nacht-Rhythmus,
Einstellung auf die Winterstarre und Hormonproduktion).
Keine Lampe der Welt kann die echte Sonne ersetzen,
weshalb man eine möglichst ganzjährige Freilandhaltung
anstreben sollte! In den natürlichen Lebensräumen
der mediterranen Landschildkröten hat das Sonnenlicht
80.000 bis 120.000 Lumen und sogar an relativ bewölkten
Tagen noch 40.000 bis 65.000 Lumen. Zum Vergleich: Eine
Halogen-Metalldampflampe (kurz HQI) hat nur ca. 6.000
Lumen. Es ist also dringend notwendig, mediterrane Landschildkröten
so lange wie möglich im Freien an der echten Sonne
zu halten!
Optimale
UV-B-Bestrahlung im Übergangsterrarium
Gerade
bei der Aufzucht von Jungtieren stellt sich die Frage:
Wie
beleuchte ich das Terrarium optimal?
Wenn
man seine Tiere in den Übergangszeiten im Terrarium
hält, sollte den Tieren auch hier auf jeden Fall
eine optimale UV-B-Beleuchtung angeboten werden. Dabei
ist darauf zu achten, dass man sich nicht irgendeinen
Strahler vom Zoofachhandel aufschwatzen läßt,
sondern die richtige Wahl zu treffen hat!
Es
gibt viele miserable Leuchtmittel im Handel, die man
häufig nicht einmal wirklich als "Lichtquelle"
bezeichnen kann...
Grundbeleuchtung
Als
Grundbeleuchtung (ganztägig) haben sich am besten
die so genannten Halogen-Metalldampflampen
(HQI) bewährt,
da diese dem natürlichen Tageslicht am nächsten
kommen. HQI-Lampen strahlen
sehr helles Licht ab, was bei Schildkröten (wie
oben bereits geschrieben) sehr wichtig ist. Neben den
HQI-Lampen gibt es auch
noch Quecksilberdampf-Hochdrucklampen
(HQL), die hingegen
mehr Wärme als Licht abstrahlen und ein eher unnatürliches
Licht erzeugen, was meiner Meinung nach höchstens
als zusätzliche Beleuchtung geeignet ist.
HQI = mehr Licht als Wärme
| HQL
= mehr Wärme als Licht
Auch
wenn HQI-Lampen weniger
Wärme als HQL-Lampen
abstrahlen, reicht diese selbst bei meiner 70 W-Lampe
immernoch aus, um punktuell eine Wärme von über
40°C zu erreichen, was bei der Haltung von mediterranen
Landschildkröten notwendig ist, um den Tieren eine
Erwärmung auf 35°C-Stoffwechseltemperatur ermöglichen
zu können. Ich muss allerdings dazu sagen, dass
ich bei meiner HQI-Lampe
bewusst das Schutzglas entfernt habe, da dies eine höhere
UVB- und Wärmeausbeute ermöglicht. Es ist
jedoch Vorsicht geboten, wenn man mit Wasser im Terrarium
arbeitet - jeder handelt auf eigene Gefahr - da es sich
eigentlich um ein Verstoß gegen die VDE-Richtlinien
handelt, ist jeder selber für Schäden verantwortlich!

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In
meinem Schlüpflings-Terrarium (dort sind die Nachzuchten
nach dem Schlupf für max. 4 Wochen untergebracht)
verwende ich einen HQI-Strahler
"Philips
CDM-T 70 W" mit einem Abstand zu den Tieren von
etwa 20 cm. Der Abstand muss jedoch bei jedem Terrarium
individuell angepasst werde, da es sich danach richtet,
ob der Strahler auch gleichzeitig als Wärmequelle
genutzt werden soll oder nicht. Wenn ja, muss die Höhe
bestimmt werden, bei der eine punktuelle Temperatur
von 40°C entsteht. Es empfiehlt sich, unter diesem
Strahler eine flache Steinplatte zu platzieren, die
die Wärme auf natürliche Weise auch von unten
abgibt.
Bei
HQI-Strahlern sollte man immer die Lichtfarbe NDL (neutral
weiß) vorziehen, da diese dem natürlichen
Sonnenlicht am ähnlichsten ist!
Zusatzbeleuchtungen
Zusätzliche
UV-B-Quelle: Da ein HQI-Strahler nicht die nötigen
Mengen an UV-B abstrahlt, sollte in jedem Fall eine
zusätzliche UV-B-Quelle installiert werden. Gute
Erfahrungen habe ich mit der Osram Ultra-Vitalux 300
W gemacht, die nur für eine tägl. Kurzbestrahlungen
geeignet ist. Anfangs wird täglich für 5min
bestrahlt; alle 3 Tage wird um 2min verlängert
bis schließlich die Maximaldauer von 20min erreicht
wird. Der Abstand zum Tier muss bei der "Osram
Ultra-Vitalux 300 W" mind. 80cm betragen!
Mitlerweile
bin ich dazu übergegangen im Terrarium unserer
Schlüpflinge eine "ZooMed Powersun 160
W" zu verwenden, da dieser zum einen UV-B abstrahlt
und zum anderen ganztags angeschaltet sein kann, was
bei der "Osram Ultra-Vitalux
300 W" nicht der Fall ist.
Ich
verwende als Zusatzleuchte für die Pflanzen im
Terrarium, eine HQL Kugelleuchte
mit einer Leistung von 125 W, die in etwa 60 cm Höhe
angebracht ist. Als Wärmequelle nutze ich sie nicht,
da mir - wie bereits weiter oben beschrieben - das abgestrahlte
Licht unnatürlich erscheint und ich nicht weiß,
wie die Schildkröten dieses von Nahem empfinden
würden.
Zusätzliche
Wärme: Wenn der angebrachte HQI-Strahler
nicht die erforderliche Wärme von punktuell 40°C
erreicht, muss zusätzlich ein Spotstrahler oder
die schon oben genannte ZooMed
Powersun installiert werden.
Ungeeignete
Licht- bzw. Wärmequellen
- Leuchtstoffröhren
(geben nur sehr kurze Zeit UVB-Strahlen ab!)
- Energiesparlampen
(geben ebenfalls nur sehr kurze Zeit UVB-Strahlen
ab!)
- Heizmatten
(unnatürlich, da Wärme in der Natur immer
von oben kommt und mit Licht verbunden ist; Verbrennungsgefahr!)
- Heizsteine
(unnatürlich, da Wärme in der Natur immer
mit Licht verbunden ist; Verbrennungsgefahr!)
- Dunkelstrahler
(nur zur Raumbeheizung wie bspw. in der Schutzhütte
geeignet!)
- Normale
Glühbirnen
(viel zu dunkel!)
Wie
lange muss die Beleuchtung angeschaltet sein?
Bitte
vergessen Sie nicht, dass Licht und Wärme der Jahreszeit
(die im Biotop der Tiere herrscht) angepasst werden
muss!

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Steuern
kann man die Beleuchtung im Terrarium am einfachsten
mit solchen, meist günstigen Zeitschaltuhren.
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Die
Heizung in den Schutzhäusern steuere ich
mit sogenannten Thermo-Timern, die in einem eisntellbaren
Intervall eine einstellbare Temperatur halten.
Somit kann man den obigen Plan problemlos in die
Praxis umsetzen.
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Linktipp:
http://www.wald.heim.at/urwald/542304/technik/index.html
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