
Abb 1: Unsere Freilandanlage
für junge Landschildkröten
Foto: Dominik Müller |

Abb
2: Griechisches Jungtier auf Futtersuche
Foto: Dominik
Müller
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Wie
unter Grundsätzliches
bereits beschrieben, muss das Freigehege so naturnah
wie möglich gestaltet werden. Dazu nehmen
wir uns den natürlichen Lebensraum als Vorbild
und schauen, wie die Habitate der Jungtiere geschaffen
sind. Die juvenilen Tiere leben in einem wachsenden
Radius um ihren Schlupfplatz, auf relativ engem
Raum zusammen. Diese Habitate sind dicht bewachsen
und feucht. Mit zunehmenden Alter entfernen sich
die Tiere immer weiter von ihrem Schlupfplatz
und suchen sich schließlich ihr optimales
Habitat.
Größe
des Freilandgeheges

Abb
3: Erdbeerpflanzen sind heiß begehrt
Foto: Dominik Müller
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Abb 4: Kopfstudie einer Testudo
hermanni boettgeri
Foto: Dominik Müller
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Für
eine Gruppe von 5-10 Jungtieren empfehle ich eine
Größe von 10-20m², wobei das Gehege
mit den Tieren mitwachsen und dementsprechend
stetig etwas vergrößert werden sollte.
Bodenbeschaffenheit

Abb 5: Kalksteine schaffen
mediterrane Blickfänge
Foto:
Dominik Müller |

Abb 6: Gras sollte bei jungen
Landschildkröten nicht fehlen
Foto:
Dominik Müller
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Die
Böden im Habitat der Jungtiere sind zwar
auch sehr kalksteinhaltig und steinig, jedoch
feuchter und dichter bewachsen als die, der adulten
Tiere. Der Boden des Freigeheges sollte deshalb
trotzdem etwas aufbereitet werden. Dazu haben
wir zu Beginn mit dem Rasenmäher alles auf
die kürzeste Stufe runtergeschnitten. Dann
wurde der gesamte Boden ein wenig umgegraben und
es wurden Hügel und Senken geformt. Anschließend
wurde die Erde mit Flußsand und feinem Kalksplitt
aus einem Kalksteinwerk (alternativ kann auch
Dolomitkalk verwendet werden) vermischt und nochmals
gut umgegraben. Kalk wurde deshalb untergemischt,
um die darauf wachsenden Pflanzen mit reichlich
Calcium zu versorgen.
Bepflanzung

Abb 7: Eine der beliebtesten
Blüten ist die der Malve
Foto: Dominik Müller |

Abb 8: Auch vor Disteln wird
kein Halt gemacht
Foto: Dominik Müller
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Die
Bepflanzung spielt eine wichtige Rolle, denn es
müssen zum Einen genügend Futterpflanzen
vorhanden sein, welche die Tiere für die
richtige Ernährung und ein gesundes Wachstum
benötigen. Dabei ist darauf zu achten, dass
den Tieren wenig proteinhaltige Pflanzen, sondern
vielmehr ballaststoff-, vitamin-, mineralstoff-
und kalziumreiche Wildkräuter zur freien
Aufnahme zur Verfügung stehen. Geeignete
Futterpflanzen finden Sie auf der eigenen Seite.
Fertige Samenmischungen erhalten Sie auf http://www.samenkiste.de

Abb 9: Mittelmeerkräuter
dürfen auch nicht fehlen
Foto:
Dominik Müller |

Abb 10: Pampasgras als Dekoration
und Schattenspender
Foto:
Dominik Müller
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Zum
Anderen brauchen gerade Jungtiere viele Busch-
bzw. Strauchpflanzen unter denen sie Schutzfinden.
Desweiteren haben wir noch ein paar Pflanzen in
das Gehege gepflanzt, die auch im natürlichen
Biotop der Tiere vorkommen und somit etwas mediterranen
Flair in das Gehege bringen. Da wären z.
B. Lavendel, Salbei, Ginster, Pampasgras, Hibiskus,
Feuerlilie, Taglilie, Rosmarin, Thymian, Origano,
Basilikum, Fetthenne, Ysop, Kriechkiefer u. v.
m.
Versteck-
und Klettermöglichkeiten

Abb 11: Über solche Pflanzringe
wird gerne mal geklettert
Foto:
Dominik Müller |

Abb 12: Stämme schaffen
u. a. einen natürlichen Sichtschutz
Foto:
Dominik Müller
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Neben
den Büschen und Sträuchern haben wir
noch einige Äste, Wurzeln, Baumstämme
und Steine in das Gehege intergriert, die Sichthindernisse
darstellen. So können sich die Tiere auch
aus dem Weg gehen und begegnen sich nicht ständig.
Futter-
und Wasserplatz

Abb 13: In der Wasserschale
wird auch gerne gebadet
Foto: Dominik Müller |

Abb 14: Blühpflanzen
bringen Farbe auf die Anlage
Foto: Dominik Müller
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Einen
festen Futterplatz halte ich für unnötig,
da sich die Tiere selber Futter suchen können
und auch sollten. Man muss bedenken, dass Landschildkröten
Weidegänger sind und somit ständig an
einer anderen Stelle Nahrung aufnehmen. Ein fester
Futterplatz wäre unnatürlich, denn der
größte Teil der aufgenommene Nahrung
sollte wieder in Bewegung umgesetzt werden.
Eine Trink- und Badeschale muss in jedem Fall
vorhanden sein, damit die Tiere jederzeit frisches
Wasser aufnehmen und sich an heißen Tagen
auch mal mit einem Bad abkühlen können.
Deshalb sollte die Wasserstelle auch im Schatten
platziert werden.
Gehegeumrandung
Bei
der Einfriedung des Geheges in darauf zu achten,
dass man kein Materialien verwendet an denen sich
die Tiere verletzen könnten. Damit meine
ich spitze Ecken, scharfe Kanten etc. Auch größere
Schlitze sollte es nicht geben, da die Tiere dort
leicht mit ihren Krallen hängen bleiben und
sich Verletzungen zuziehen können.
Die
Höhe sollte bei Jungtieren 25cm nicht unterschreiten
um einem Überklettern vorzubeugen - gerade
in den Ecken treffen meist mehrere Tiere aufeinander
und könnten so leichter über die Umrandung
klettern. Desweiteren sollten sich keine Busch-
oder Strauchpfanzen direkt an der Gehegeeinfriedung
befinden, da schon so manch ein Tier diese als
Brücke benutzt hat um hinüber zu kommen.
Geeignete
Umrandungen sind zum Beispiel
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Rollpalisaden
aus Holz

Foto:
Dominik
Müller
+
Schön anzusehen und natürlich
-
Verrotten
schnell (2-4 Jahre)
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Holzbretter

Foto:
Dominik
Müller
+
Leicht zu errichten, als Geländer
nutzbar
-
Verrotten
im Erdreich relativ schnell
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Pflanzsteine
und -ringe

Foto:
Dominik
Müller
+
Bepflanzbar, leicht aufzustellen
und zu versetzen, verrotten nicht
-
Rauhe
Oberfläche, sodass sich die Tiere den
Panzer verschrammen können
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Natursteinmauer

Foto:
Wolfgang
Wegehaupt
+
Schön anzusehen und natürlich,
verrotten nicht
-
Nicht
wieder zu versetzen, mühevoll zu
errichten
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Einige
Halter und Züchter schreiben, dass eine Einlassung
von 30cm in den Boden nötig sein, um ein
Untergraben zu verhindern. Ich konnte meine Tiere
allerdings noch nie dabei beobachten, dass sie
versucht haben, sich unter der Umrandung durchzugraben.
Wenn das Gehege groß genug ist und entsprechend
strukturiert wurde, versuchen die Tiere meiner
Meinung nach auch nicht auszubrechen.
Schutzhütte
- Frühbeet

Foto:
Dominik Müller |

Foto:
Dominik Müller
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Die
Schutzhütte ist am sonnigsten Platz des Freigeheges
platziert.
weiter zur Frühbeet-Schutzhütte
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