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von Dominik
Müller |

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Lichtsinnesorgane
(optische Reize)
Das Sehvermögen von Landschildkröten
ist zwar noch nicht vollkommen erforscht aber fest steht,
dass Landschildkröten weitsichtig sind und für
sie nahe, regungslose Objekte mit dem Hintergrund verschmelzen.
Außerdem sind sie in der Lage Farben zu erkennen
und zu unterscheiden. Sie reagieren besonders auf rot,
orange und gelb sehr stark. Das ist auf die im Biotop
kargen Gebiete, in denen es nur wenig Blütezeit
gibt, zurückzuführen. Denn nur im Frühjahr
und Herbst ist das Biotop voller Blütenwiesen,
die jedoch im Sommer meist völlig austrocknen,
sodass die Landschildkröten in dieser trockenen
Jahreszeit ganz heiß auf Blüten sind und
daher so stark auf die leuchtenden Farben reagieren.
Sie reagieren außerdem auf fremde, sich bewegende
Objekte in der Regel mit einem ruckartigen Einziehen
in den Panzer um sich vor einer potenziellen Gefahr
zu schützen.

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Tastsinnesorgane
(mechanische Reize)
Besonders Weibchen weisen einen stark ausgeprägten
Tastsinn bei der Suche nach einem geeigneten Eiablageplatz
auf. Die Temperatur wird mit Auflegen des Kopfes, durch
die Kopfunterseite, geprüft um den möglichst
idealen Platz zu finden.

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Temperatursinnesorgane
(wärmeabhängige Reize)
Wie
alle Reptilien gehören auch Schildkröten zu
den wechselwarmen Lebewesen, welche auf die äußere
Temperatur angewiesen sind. Ist es warm und die Tiere
haben die Möglichkeit sich auf ihre Stoffwechseltemperatur
von ca. 35°C zu erwärmen, sind sie voll aktiv.
Kühlt es ab, werden alle Aktivitäten reduziert.
Bei Temperaturen unter 7°C spricht man von der Hibernation
(Winterstarre) bei der der Stoffwechsel bis auf ein
Minimum reduziert wird. Landschildkröten reagieren
bei Berührung mit Feuchtigkeit mit Entleerung der
Blase. Gerade Jungtiere brauchen feuchte Schlafplätze,
weil sie auch über die Haut Feuchtigkeit aufnehmen.

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Geruchs-
und Geschmackssinnesorgane (chemische Reize)
Landschildkröten können Gerüche
problemlos unterscheiden und einordnen, sodass sie im
Biotop Blüten, Aas, Kot anderer Tiere oder Artgenossen
sowie Partner sehr gut auch auf weite Entfernungen durch
Riechen wahrnehmen können. Auch ist bekannt, dass
Weibchen vor der Eiablage die Luftfeuchtigkeit der Erde
überprüfen, indem sie mehrmals hintereinander
eingeatmete Luft auf die Erde blasen und wieder einatmen,
um so einen möglichst idealen Platz zu finden.
Des Weiteren sind Landschildkröten in der Lage,
Geschmäcker und somit Pflanzen zu unterscheiden
und einzuordnen. Sie können so nahrhaftes Futter
von kargem unterscheiden.

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Gehörsinnesorgane
(akustische Reize)
Da
Landschildkröten keinen offenen Gehörgang
besitzen, können sie nur sehr schlecht hören
aber dafür sehr gut Erschütterungen wie z.
B. ein herannahendes Tier wahrnehmen und ggf. reagieren.
Vermutlich hören sie annähernd so, als wenn
wir uns die Ohren feste zuhalten.
Da
in Foren oft auch mal gefragt wird ob sich Landschildkröten
durch Laute verständigen können, möchte
ich dies hier kurz erklären.
Schildkröten
können nicht sprechen oder sich durch Laute verständigen,
sind also stumm. Jediglich bei der Paarung und beim
ruckartigen Einziehen der Extremitäten können
Pips-, Pfeif- und Quitschgeräuche durch das plötzliche
Auspressen der Luft entstehen.
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